Erfahrung schon seit 1983
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
FASCIITIS
Fascieitis
plantaris, nekrotisierende Fascitis,
eosinophile Fascitis
Statt Fasciitis (Fascitis) findet auch das Wort Fascieitis Verwendung.
Der Begriff "Fasciitis" bzw. "Fascieitis" steht für eine En tzündung einer Faszie (= bindegewebige Hülle der Skelettmuskeln). Eine Fasciitis (Fascieitis) tritt meist im Rahmen einer entzündlichen rheumatischen Erkrankung auf.
Seltene, schmerztherapeutisch allerdings kaum relevante Fascieits-Formen (eine Auswahl):
Eosinophile Fasciitis, eine sklerodermieähnliche Erkrankung, charakterisiert durch eine Indurationen (= krankhafte Verhärtung und Verdichtung) der Haut, vor allem im Bereich der Extremitäten (= Arme und Beine) mit Gelenk kontrakturen (= Verkürzung gelenknaher Muskeln).
Nekrotisierende Fasciitis: Eine plötzlich einsetzende und rasch verlaufende Infektionskrankheit, verursacht durch Streptokokken (= eine Bakterienart) oder durch eine Mischinfektion. Die Erreger können durch kleinste Hautverletzungen eindringen. Betroffen sind Haut und Unterhaut. Die Krankheit beginnt mit unspezifischen Symptomen (= Krankheitszeichen) wie z.B. lokale (= örtliche) Schmerzen und Fieber. Die betroffenen Körperbereiche beginnen anzuschwellen und bilden Blasen, auch fühlen sich die infizierten Stellen heiß an. Im weiteren Verlauf können Haut und Unterhaut völlig absterben.
Fasciitis palmaris - besser bekannt als Dupuytren Kontraktur: fortschreitende, häufig beidseitige Beuge-Kontraktur (= unwillkürliche Dauerverkürzung) eines oder mehrerer Finger durch Schrumpfung der Hohlhandfaszie einschließlich der Sehnenscheiden und der Haut.
Fasciitis retroperitonealis - auch als Ormond Syndrom bezeichnet: retroperitoneale (= hinter der Bauchhöhlenwand gelegene) Fibrose (= krankhafte Bindegewebsvermehrung in Organen) mit fortschreitender ein- oder beidseitiger Ureterstenose (= Verengung der Harnleiter).
Schmerztherapeutisch relevant ist dagegen die Fascieitis plantaris.
Bei dieser
Schmerzerkrankung liegt eine En tzündung
der bindegewebigen Platte der
Fußsohle
vor. Es besteht eine Druckschmerzhaftigkeit des
Fersenbein
s sowie ein ausstrahlender
Fußsohlenschmerz.
Öfters geben die Patienten an, daß der
Schmerz morgens nach dem Aufstehen am
Schlimmsten sei, oder auch in der Anfangsphase beim Gehen.
Die Fascitis
plantaris
wird wegen
der ähnlichen Symptomatik (= Krankheitszeichen)
häufig mit dem hinteren
Tarsaltunnel-Syndrom
verwechselt.
Die Fascitis plantaris entsteht meist durch eine übermäßige Beanspruchung der Fuß sohle, nicht selten durch Sport (Langläufer). Sie kann auch die Folge eines Fersensporn s sein.
Medikamentöse Schmerztherapie bei Fascieitis plantaris:
Hilfreich sind en
tzündungshemmende,
sog. nicht steroidale
Antirheumatika
(=
Rheuma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und
magen
schonende wie z.B.
Meloxicam.
Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib
oder Etoricoxib,
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib
und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Auch werden en
tzündungshemmende Salbenverbände empfohlen (z.B. Diclofenac-Salbe).
Andere Maßnahmen bei Fasciitis plantaris:
Akut ist das Auflegen von Eis hilfreich. Man kann auch
eine Getränkeflasche ins Eisfach legen und diese dann später wiederholt mit der Fu ßsohle
abrollen.
Bei länger anhaltenden Beschwerden kann der Orthopäde Schuheinlagen verordnen.
Zunehmend wird eine extrakorporale Stoßwellentherapie propagiert, Studien
dazu sind aber zum Teil widersprüchlich.
Spezielle Schmerztherapie bei Fascitis plantaris:
Patienten mit anhaltenden Schmerzen aufgrund einer Fascieitis
plantaris kommen meist dann erst zum
Schmerztherapeuten, wenn die primär fachärztlichen Behandlungen keine
Schmerzlinderung brachten.
Mit der therapeutischen
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel) kann eine Fascieitis
plantaris meist erfolgreich behandelt werden.
Direkte Infiltrationen mit einem
Lokalanästhetikum
(=
örtliche Betäubungsmittel)
sind allerdings relativ schmerzhaft und eignet sich deshalb kaum zur serienmäßigen,
wiederholten Anwendung.
Besser sind bei Fasciitis plantaris wiederholte Blockaden des N. isch iadicus (Ischias
nerv), in hartnäckigen Fällen optimal kontinuierlich mit Katheter.Bei der
kontinuierlichen
Blockade des Nervus ischiadicus wird vorübergehend ein dünner
Kunststoffschlauch von der Oberschenkel
rückseite her dicht an den Nerv eingeführt.
Die Einpflanzung erfolgt nahezu schmerzfrei durch eine handelsübliche Kanüle
hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das örtliche
Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen
kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter
hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel
wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei
gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend
krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Nach längerer
Therapiedauer (z.B. 2-3 Wochen) verbleibt in den meisten Fällen deutliche
Schmerzlinderung, oft aber auch Schmerzfreiheit.
Dieser anhaltende Effekt über die Behandlungszeit hinaus ist u.a. darauf zurückzuführen,
daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen
sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist
der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die durch
entzündliche (Fascieitis
plantaris !) oder auch degenerative (=
abnutzungsbedingte) Prozesse entstanden sind, hilfreich ist. Nach
neueren Erkenntnissen vermag eine solche Behandlung auch das „Schmerzgedächtnis“
im Gehirn zu löschen, auch bei einer Fascieitis plantaris.
Daß örtliche Betäubungsmittel nicht nur schmerzstillend sondern auch auch en tzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
In dieser Datei werden weitere Ursachen für Fußsohlenschmerzen beschrieben: www.fusschmerzen.de/fusssohlenschmerzen
Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der Web-Seite der Bundesregierung mit, dass alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen. Lesen Sie dazu auch einen Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05 und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)). Das Wahlrecht (gilt auch für Anschlußheilbehandlungen) betrifft nach §9 Sozialgesetzbuch IX nicht nur Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern alle gesetzliche Rehabilitationsträger, also auch Rentenversicherungen oder Unfallversicherungen. Die deutsche Gesellschaft für medizinische Rehabilitation hat dazu eine informative Broschüre herausgegeben: http://www.degemed.de/pdf/Klinik_nach_Wunsch.pdf.
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Aktualisiert: >11.06.2009</> kusb&
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